Lebensmittel haltbar machen: Dein Einstieg ins Konservieren

Erst wartest du wochenlang auf die Ernte. Dann wird gefühlt alles am selben Wochenende reif. Schön, aber so viel kannst du gerade gar nicht essen.

Durch Einfrieren, Trocknen, Einkochen oder Fermentieren kannst du Lebensmittel für später aufbewahren. Hier findest du heraus, welche Methode zu deinem Essen passt und womit du einfach anfangen kannst.

Heute reichlich. Später auch noch etwas davon.

Du brauchst dafür keine eigene Ernte. Auch gekauftes Obst und Gemüse oder übrig gebliebenes Brot können dein erstes Projekt sein. Kälte, Wasserentzug, Hitze oder geeignete Säuerung helfen, Lebensmittel vor schnellem Verderb zu schützen. [1]

Welche Methode passt zu deinen Lebensmitteln?

Überlege zuerst, was du später damit machen möchtest: fruchtigen Brotaufstrich, getrocknete Kräuter oder eine Portion Essen aus dem Gefrierfach?

Und was ist mit Vakuumieren?

Vakuumieren ist eine Verpackungsmethode. Leicht verderbliche Lebensmittel brauchen weiterhin Kühlung. Unter Luftabschluss können sich bei ungeeigneter Lagerung gefährliche Bakterien vermehren. Eine vakuumierte Suppe ist keine ungekühlt haltbare Konserve. [7]

Auch Salzen, Pökeln und Räuchern gehören zum Konservieren. Gerade bei Fleisch und Fisch müssen mehrere Bedingungen kontrolliert zusammenpassen. Das sind Themen für eigene ausführliche Anleitungen.

Du musst nicht gleich den ganzen Sommer einwecken.

Ein Bund Kräuter. Eine kleine Portion Obst. Etwas, das du später gerne wieder aus dem Schrank holst.

Lebensmittel in Gläsern haltbar machen: Worauf kommt es an?

Das Glas ist die Verpackung. Ob der Inhalt ohne Kühlung haltbar ist, entscheidet die Verarbeitung. Ein festsitzender Deckel beweist nicht, dass ein Lebensmittel sicher konserviert wurde. Ein Vakuum kann auch nach unzureichender Behandlung entstehen. [8]

Säurearme Lebensmittel wie viele Gemüsearten, Fleisch oder Fisch lassen sich nicht sicher mit einem beliebigen Wasserbad-Rezept einkochen. Dafür brauchst du ein geprüftes Druckeinkochverfahren und geeignete Ausrüstung. Für deinen Einstieg ist Einfrieren eine Alternative. [3]

Kannst du normale Schraubgläser verwenden?

Geeignete Twist-off-Gläser kommen für bestimmte Verfahren infrage. Glas, Deckel und Dichtung müssen geeignet und unbeschädigt sein. Beachte die Herstellerangaben. Nicht jedes Verpackungsglas ist zum erneuten Erhitzen oder Druckeinkochen geeignet. Auch die Glasgröße gehört zum Rezept: Größere Gläser brauchen eigene geprüfte Verarbeitungsvorgaben. [9]

[1]
Ist heiß abfüllen dasselbe wie einkochen?

Nein. Heißes Essen einzufüllen und den Deckel zuzuschrauben ersetzt nicht automatisch den vorgesehenen Einkochprozess. Halte dich an die vollständige Anleitung. Das „Plopp“ sagt etwas über den Verschluss, aber bestätigt kein sicheres Verfahren. [8]

Warum ist das Wasserbad nicht für alles geeignet?

Sporen des Botulismus-Erregers können kochendes Wasser überstehen. Bei säurearmen Lebensmitteln ist deshalb ein geeignetes Verfahren entscheidend. [7]

Auch eine selbst zusammengestellte Suppe mit Sahne, Nudeln oder Mehl ist kein übertragbares Einkochrezept. Solche Zutaten beeinflussen die Wärmeverteilung. Die veröffentlichten Suppenverfahren des NCHFP schließen sie ausdrücklich aus. Entscheidend ist die Kombination aus Lebensmittel, Rezept und Verfahren. [10]

Geht Einkochen im normalen Schnellkochtopf?

Nicht automatisch. Ein Druckeinkocher, auch Pressure Canner genannt, ist nicht beliebig durch einen kleinen Schnellkochtopf oder elektrischen Multikocher ersetzbar. Aufheizen, Abkühlen und Gerätebauart gehören zum geprüften Prozess. Zeiten lassen sich deshalb nicht einfach auf andere Geräte übertragen. [3]

Dein erster Versuch: Küchenkräuter trocknen

Ein paar Zweige Küchenthymian sind ein möglicher Einstieg. Dieses robuste Küchenkraut eignet sich für kleine Bündel an der Luft. [11]

Wie fängst du mit dem Haltbarmachen an?

Ein Lebensmittel und eine Methode reichen. Nicht alles, was gerade im Kühlschrank liegt, muss in denselben Topf.

Wie lange halten selbst konservierte Lebensmittel?

„Eingekocht“, „getrocknet“ oder „fermentiert“ verrät noch keine Haltbarkeit. Rezeptur, Verarbeitung, Verpackung und Lagerung gehören zusammen. Nach dem Öffnen gelten andere Bedingungen.

Lebensmittel ohne Strom haltbar machen: Geht das?

Unterscheide zwischen Verarbeitung und Lagerung. Einkochen braucht zunächst Wärme. Korrekt hergestellte, dafür geeignete Konserven können anschließend ohne Kühlschrank lagern. Auch ausreichend getrocknete und passend verpackte Lebensmittel brauchen keine Kühlung. Tiefkühlvorräte dagegen schon.

Für deine Vorsorge ist eine Mischung interessant. Nicht jede Vorratsportion muss von derselben Steckdose abhängen.

Einen alltagstauglichen Notvorrat zusammenstellen →

Zwei Dinge nicht als Abkürzung einplanen

Aus dem Last Farm Blog: Was möchtest du zuerst ausprobieren?

Suppenpulver aus unserer Vorratsküche, Erfahrungen mit Sauerkraut und Tipps zur Möhrenlagerung. Die Familienberichte zeigen unsere Praxis. Sie ersetzen kein fachlich geprüftes Rezept mit vollständigen Verarbeitungs- und Lagerbedingungen.

Fang mit etwas an, auf das du dich später freust.

Ein Glas getrocknete Kräuter, ein selbst gemachter Aufstrich oder eine Portion im Gefrierfach. Eine erste Methode reicht, der Rest kann dazukommen.

Deine fertigen Vorräte kannst du in „Mein Vorrat“ erfassen und deine persönliche Planung speichern.

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Quellen (12)
  1. BZfE: Haltbarkeit von Lebensmitteln
  2. NCHFP: Getrocknete Lebensmittel verpacken und lagern
  3. NCHFP: Druckeinkocher verwenden
  4. NCHFP: Grundlagen zum Einlegen
  5. BZfE: Gemüse erntefrisch fermentieren
  6. NCHFP: Grundlagen zu Konfitüren und Gelees
  7. BfR: Fragen und Antworten zum Botulismus
  8. NCHFP: Ein Vakuum allein genügt nicht
  9. NCHFP: Geeignete Gläser und Deckel
  10. NCHFP: Suppen einkochen
  11. NCHFP: Kräuter trocknen
  12. NCHFP: Eingekochte Lebensmittel lagern