Unsere Wurzeln · Familie Haidorf

Unser ehemaliges Paradies

Lange bevor es Last Farm gab, haben meine Eltern Lisa und Rolf Haidorf das Paradies am Lusen aufgebaut - ihren Selbstversorgerhof in Schönbrunn am Lusen.

Das Paradies am Lusen von oben · Aufnahme aus dem Familienarchiv
Das Paradies am Lusen von oben · Aufnahme aus dem Familienarchiv

Vor 2000

Gutes Essen für die Familie und die Suche nach einem Hof

Meine Eltern wollten ihrer Familie gutes Essen bieten - möglichst selbst erzeugt, mit dem Wissen, wo es herkommt und wie es gewachsen ist. Einer der Gründe dafür war ich. Mit einem Kind verändert sich schließlich der Blick darauf, was eigentlich jeden Tag auf dem Teller landet.

Schon bevor wir auf einem Hof lebten, beschäftigte sie das Thema. Noch in München legten sie einen Heimgarten an. Von diesem Anfang erzählte mein Vater später auch im Hofporträt von da Hog’n. Der Wunsch, mehr selbst zu machen, war also längst da, als sie sich bereits vor dem Jahr 2000 nach einem Hof umsahen.

Auf einem kleinen Hof in Osterham bei Schrobenhausen konnten sie damit anfangen. Dort hielten wir Tiere, und meine Eltern sammelten Erfahrung mit dem Leben auf einem Hof. Mit der Zeit merkten sie aber auch, dass sie für ihre Pläne mehr Platz brauchten. Aus der Suche nach einem kleinen Hof wurde die Suche nach einem größeren.

Lisa Haidorf · im Garten des Paradieses am Lusen
Lisa Haidorf · im Garten des Paradieses am Lusen
Rolf Haidorf · Paradies am Lusen
Rolf Haidorf · Paradies am Lusen

2008

In Schönbrunn fanden meine Eltern den passenden Hof

Ihre Suche führte meine Eltern schließlich nach Schönbrunn am Lusen, in die Heimat meiner Mutter. Dort stießen sie auf den Hof, aus dem später das Paradies am Lusen werden sollte. Ein bisschen Schicksal war wohl dabei: Es ergab sich die Möglichkeit, den Hof zu übernehmen, und meine Eltern entschieden sich dafür.

Im September 2008 zogen sie nach Schönbrunn. Dort hatten sie den Ort gefunden, an dem sie ihre Ideen über viele Jahre weiterentwickeln konnten.

Wer die späteren Gartenbilder kennt, sieht, wie viel dort gewachsen ist. Anfangs gab es dort vor allem Wiese und eine kleine Linde. Meine Mutter ist gelernte Gärtnerin; an Ideen für diese Fläche fehlte es ihr also kaum. Bis daraus der Garten wurde, an den sich viele Besucher erinnern, lag allerdings noch reichlich Arbeit vor meinen Eltern.

Garten und Holzpavillon im Paradies am Lusen · Archivfoto
Garten und Holzpavillon im Paradies am Lusen · Archivfoto

2008-2026

Was in 18 Jahren im Paradies am Lusen gewachsen ist

Meine Eltern haben den Hof nach und nach umgestaltet und ihren Alltag dort aufgebaut. Sie kümmerten sich um die Tiere, bauten Lebensmittel an und verarbeiteten, was der Garten hergab. Zum Selbstversorgerhof gehörte deshalb auch die Küche: einkochen, haltbar machen und überlegen, wie sich die Ernte über die Saison hinaus nutzen lässt. Das Paradies am Lusen wurde bio-zertifiziert. Hinter all dem steckten viele einzelne Aufgaben, die über Jahre zum täglichen Leben meiner Eltern gehörten.

Es blieb auch immer Platz für Versuche. Meine Mutter wollte wissen, was im Garten noch möglich ist. 2022 begleitete BR Querbeet ihren Gemüseanbau auf Heuballen, bei dem sie sogar Melonen im Bayerischen Wald zog. Solche Experimente gehörten zum Hof: etwas ausprobieren, beobachten, was daraus wird, und die Erfahrung beim nächsten Mal mitnehmen.

Mit der Zeit kamen immer mehr Begegnungen dazu. Meine Eltern gaben Kurse, veranstalteten Feste und teilten ihr Wissen mit Menschen, die sich ebenfalls für Selbstversorgung interessierten. Die Fotos, das Gartenfest-Video und die Berichte weiter unten zeigen Ausschnitte aus diesen Jahren.

Auch meine eigene Verbindung zum Hof bekam dabei eine digitale Seite. Der Name „Paradies am Lusen“ und der Webauftritt kamen von mir; mein damaliges Websiteprojekt begann 2013. Meine Eltern hatten draußen so viel aufgebaut und ausprobiert, dass es genug zu zeigen gab. Software, Onlinehandel und Technik wurden später meine eigene Arbeitswelt. Die Verbindung zwischen ihrem Hofleben und meiner Arbeit ist also schon älter als Last Farm.

18 Jahre sind eine lange Zeit. Da sammelt sich mehr an als das, was auf schönen Gartenfotos zu sehen ist: praktische Erfahrung, Fehler, neue Anläufe und Geschichten, über die man irgendwann lachen kann. Meine Eltern haben sich in all den Jahren um den Hof gekümmert und ihn weiterentwickelt. Diese Erfahrung nehmen wir mit, wenn es jetzt an einem anderen Ort weitergeht.

Begegnungen am Gartenpavillon · Paradies am Lusen · Foto: foto-dm.de
Begegnungen am Gartenpavillon · Paradies am Lusen · Foto: foto-dm.de

Nach 18 Jahren

Warum es für uns auf einem neuen Hof weitergeht

So viel einem ein Hof geben kann, so viel Arbeit bringt er mit sich. Nach 18 Jahren haben meine Eltern überlegt, wie sie die kommenden Jahre verbringen möchten. Jünger wird man schließlich nicht.

Sie haben sich für einen neuen Abschnitt entschieden. Damit verschwindet das Paradies am Lusen nicht aus unserer Familiengeschichte. Dort haben sie einen großen Teil ihres Lebens verbracht, viel aufgebaut und viele Menschen kennengelernt. Diese Zeit nehmen sie mit - auch wenn sie jetzt an einem anderen Ort weitermachen.

Für mich gehört dazu, ihre Erfahrungen zu bewahren und gemeinsam mit ihnen weiterzudenken. Meine Eltern bringen ihr Wissen aus vielen Jahren Selbstversorgung mit. Ich komme mit meiner Erfahrung aus Software, Handel und Technik dazu. Auf dem neuen Hof werden wir herausfinden, was wir daraus zusammen machen können.

Der Umzug ist weitgehend geschafft. Ab 2027 beginnt mit Last Farm unser nächstes Kapitel. Vieles ist noch offen, und sicher wird nicht jede Idee so funktionieren, wie wir uns das heute vorstellen. Aber nach allem, was meine Eltern schon ausprobiert haben, wäre es auch ein bisschen merkwürdig, jetzt plötzlich mit dem Dazulernen aufzuhören.

Unser Paradies in den Medien

BR Querbeet

Vom Garten bis in die Küche

Heukartoffeln, Gemüse auf Heuballen und ein Kuchen mit Roter Bete: Für Querbeet hat der Bayerische Rundfunk meine Mutter mehrfach im Paradies am Lusen begleitet.

Den Beitrag über Heuballen beim BR lesen ↗

Rote-Bete-Kuchen
Gemüse auf Heuballen
Heukartoffeln

2015

Ein Besuch von da Hog’n

Ein Hofporträt von Helmut Weigerstorfer, erschienen am 29. September 2015. Ein Blick auf Lisa, Rolf und das Paradies am Lusen, lange bevor Last Farm entstand.

Den Pressebericht lesen ↗

Zeitungsberichte aus dem Paradies

2019

Und so sah es aus, wenn wir gefeiert haben

Unser Gartenfest 2019: ein Blick zurück auf den Hof und die Menschen, die dort mit uns gefeiert haben.

Und so geht es nach dem Paradies weiter