Zivile Vorsorge bei Krieg: Was du vorbereiten kannst

Du liest eine Nachricht über Krieg, legst das Handy weg und schaust dich in deiner Wohnung um. Zum ersten Mal fragst du dich: Was würden wir eigentlich machen?

Wie erreichen wir unsere Familie? Was brauchen wir zu Hause? Und wohin, wenn wir dort nicht bleiben können?

Genau bei diesen Fragen beginnt deine Vorbereitung. Nicht mit einem Großeinkauf, sondern mit einem ersten Überblick.

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Was bedeutet zivile Vorsorge bei Krieg?

Es geht um die Vorbereitung auf kriegsbedingte Gefahren für Menschen, die nicht an Kämpfen teilnehmen: Informationen erhalten, die eigene Versorgung organisieren und wissen, wo man Schutz finden kann. Solche nichtmilitärischen Schutzmaßnahmen gehören zum Zivilschutz. [1]

Für diese Seite schauen wir auf deinen Haushalt: Was würde euch helfen, wenn gewohnte Abläufe nicht mehr funktionieren? Welche Absprachen wären wichtig? Und was lässt sich schon vorher vorbereiten?

Was könnte sich im Alltag verändern?

Für welchen Zeitraum solltest du planen?

Eine allgemeingültige Dauer lässt sich für dieses Szenario nicht angeben. Für deinen Einstieg kannst du einen überschaubaren Zeitraum wählen, in dem du deinen Haushalt selbst versorgen möchtest.

Das BBK empfiehlt einen schrittweise aufgebauten Vorrat für möglichst zehn Tage; auch drei Tage sind bereits ein hilfreicher Anfang. Das ist ein Vorratsziel, keine Aussage darüber, wie lange ein Krieg oder seine Folgen dauern. [5]

Ein großes Thema. Dein Anfang darf klein sein.

Eine Absprache treffen. Wichtige Unterlagen zusammenlegen. Nachsehen, was schon im Schrank steht.

Wie kannst du dich auf einen Kriegsfall vorbereiten?

Fang mit Dingen an, die auch bei anderen Unterbrechungen des Alltags nützlich sind. Du brauchst nicht für jedes Szenario eine komplett neue Ausstattung.

Wo findest du im Ernstfall Schutz?

Bei einer Warnung vor Luftangriffen oder Explosionen

Innenliegende Räume ohne Fenster können Schutz vor Glassplittern und umherfliegenden Trümmern bieten. Das BBK nennt insbesondere fensterlose Kellerräume; ohne Keller kommen innenliegende Räume abseits von Fenstern infrage. Meide das Dachgeschoss und benutze keinen Aufzug. [7]

Der Raum muss zur Gefahr passen: Bei Brand, Einsturzgefahr oder drohender Überflutung ist ein Keller nicht automatisch ein geeigneter Rückzugsort. Beachte die örtlichen Warnungen und Anweisungen. [4]

Wenn du dein Zuhause verlassen sollst

Folge den Anweisungen der zuständigen Stellen und Einsatzkräfte. Ein vorbereitetes Notgepäck spart die Sucherei beim Aufbruch. Bei unmittelbarer Gefahr darf das Einsammeln von Gegenständen deine Sicherheit aber nicht verzögern. [6]

Eine Warnmeldung bedeutet nicht automatisch „sofort losfahren“. Lies oder höre auch die zugehörigen Verhaltensempfehlungen: Schutz suchen und Evakuieren sind unterschiedliche Maßnahmen. [4]

Du musst nicht bei null anfangen.

Quellen (7)
  1. BBK: Zivile Verteidigung
  2. IKRK: Krieg und Gewalt in Städten
  3. BBK: In der Krise informiert sein
  4. BBK: Schutz suchen
  5. BBK: Essen und Trinken bevorraten
  6. BBK: Notgepäck
  7. BBK: Explosionen, hier finden Sie Schutz