Was bedeutet eine Evakuierung?
Bei einer Evakuierung verlassen Menschen vorübergehend ein Gebäude oder ein Gebiet, weil dort eine Gefahr besteht. Das kann eine Bombenentschärfung sein, ein Hochwasser oder eine andere örtliche Gefahrenlage. Dafür muss nicht gleich das ganze Land im Ausnahmezustand sein. [1]
Anders als bei einem Stromausfall geht es hier nicht darum, zu Hause zurechtzukommen. Du brauchst einen Plan dafür, eine Weile woanders zu bleiben.
Wie lange muss ich meine Wohnung verlassen?
Das hängt vom Anlass ab. Bei einer Bombenentschärfung kann es um einige Stunden gehen. Einen festen Zeitpunkt für die Rückkehr solltest du aber nicht voraussetzen. Bei anderen Gefahren kann es länger dauern. Denk deshalb auch daran, wo du notfalls übernachten könntest. [2]
Wohnung verlassen. Und dann?

Wo könntest du unterkommen?
Vielleicht bei Freunden oder Familie außerhalb des betroffenen Gebiets. Wenn das nicht möglich ist, informieren Gemeinde und Einsatzkräfte über Sammelstellen oder Notunterkünfte. Welche Anlaufstelle für dich gedacht ist, erfährst du über die örtlichen Hinweise. [1]

Wer braucht Unterstützung?
Kinder, pflegebedürftige Angehörige oder Menschen mit eingeschränkter Mobilität brauchen möglicherweise Hilfe. Auch Haustiere müssen mitkommen oder sicher untergebracht werden. Klärt vorher, wer sich um wen kümmert. Wenn ihr Unterstützung benötigt, meldet euch frühzeitig bei der dafür genannten örtlichen Kontaktstelle. [1]
Stell dir einfach vor, ihr müsstet heute woanders übernachten. Welche drei Dinge würdet ihr als Erstes suchen?
Was solltest du bei einer Evakuierung mitnehmen?
Ein vorbereitetes Notgepäck hilft dir, die wichtigsten Dinge mitzunehmen, ohne erst alles zusammensuchen zu müssen. Ein Rucksack lässt dir dabei die Hände frei. [2]

Persönliches, das nicht fehlen darf
Ausweis, Schlüssel, Zahlungsmittel und notwendige Medikamente. Dazu wichtige Unterlagen und Kontaktdaten, die du unterwegs benötigen könntest. [2]

Dinge für unterwegs
Handy, Ladekabel oder Powerbank, etwas Trinkwasser und unkompliziertes Essen. Je nach Situation kommen wettergerechte Kleidung, Hygieneartikel und eine Decke dazu. [1]

Was zu deinem Haushalt gehört
Zum Beispiel Babynahrung und Windeln oder persönliche Hilfsmittel. Ergänze die Grundausstattung passend zu den Menschen, die mitkommen, statt eine fremde Liste einfach vollständig einzukaufen. [2]
Womit kannst du heute anfangen?
Such einen festen Platz für deine wichtigen Unterlagen und sag den anderen im Haushalt, wo sie liegen. Das BBK empfiehlt eine griffbereite Dokumentenmappe und zusätzliche Kopien an einem anderen Ort oder digital. [3]
Danach kannst du Schritt für Schritt dein Notgepäck ergänzen. Dinge wie Handy, Schlüssel oder täglich benötigte Medikamente bleiben natürlich im Gebrauch. Notiere dir, was beim Aufbruch noch dazukommen muss. [2]
Was tun, wenn eine Evakuierung angeordnet wird?
Folge den örtlichen Anweisungen und halte die genannten Zeiten und Absperrungen ein. Kehre erst nach der offiziellen Freigabe zurück, nicht schon, weil es draußen wieder ruhig aussieht. [1]
Bei unmittelbarer Gefahr zählt deine Sicherheit, nicht dein Gepäck. Verzögere das Verlassen einer Gefahrenzone nicht, um noch Gegenstände einzusammeln.
Nicht jede Warnmeldung bedeutet automatisch „rausgehen“. Bei manchen Gefahren ist Schutz im Gebäude richtig. Entscheidend sind die Hinweise zur konkreten Situation. [4]